| Laufen ist billig? Glatt gelogen und schlichtweg falsch |
| Geschrieben von Michael Kozlowski | |
| Mittwoch, 4. Januar 2006 | |
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Wieder und wieder hört man aus allen Ecken laufen wäre ein „billiger“ Sport. Was braucht man schon? Ein paar Schuhe, Sport-Hose und T-Shirt! OK, zugegeben damit könnte man los laufen. Aber wie? Sicherlich gibt es Menschen die das Gefühl nasser Baumwolle auf der Haut lieben. Doch wer ernsthaft über den Einstieg in den Laufsport nachdenkt, der sollte doch mit Kosten um 300 Euro rechnen. Nach der obligatorischen sportmedizinischen Untersuchung (die in den meisten Fällen auch aus eigener Tasche bezahlt werden muss) geht das abkassieren schon weiter. Laufschuhe! Bei diesem Ausrüstungsgegenstand gibt es so gut wie kein Sparpotential. Hier sollte in jedem Fall ein Fachgeschäft aufgesucht werden. Es gilt fest zu stellen, welche Fehlstellung vorliegt und einen entsprechenden Schuh mit oder ohne Stützfunktion zu kaufen. Neben Überlastungsverletzungen sind Schmerzen durch falsches Schuhwerk wohl der häufigste Grund mit dem Laufen auf zu hören. „Laufen ist nichts für mich und auch schlecht für die Knochen“ solche Mythen gilt es zu widerlegen. In guten Laufshops wird kein Laufschuh ohne vorangegangene Laufanalyse verkauft. Preislich ist bei den Laufschuhen kaum Sparpotential vorhanden. Vielleicht ergattert man ein Auslaufmodell und spart 20 oder 30 Euro. Ein guter Laufschuh bewegt sich immer um die 100 Euro. Weiter geht es mit den Socken. Angefangen von 5 Euro bis 25 Euro und mehr lassen sich problemlos ausgeben. Gute Laufsocken sind immer nahtlos (um Blasenbildung zu vermeiden) und atmungsaktiv. Unterschiede in der Dämpfung wird man als Anfänger ehr nicht zur Kenntnis nehmen. Als nächstes wäre dann die Hose (Tight) fällig, diese sollte flache Nähte haben und atmungsaktiv sein. Preislich wird eine Spanne von 10-70 Euro abgedeckt. Beim Laufshirt sieht es ähnlich aus. Angefangen von 10 Euro bis über 100 Euro wird jeder Geldbeutel berücksichtigt. Fazit: 550 Euro sind wahrlich kein Pappenstiel. Soviel zum Thema laufen ist billig. Wer Wert auf Markenware legt, ist gut und gerne das doppelte oder dreifache los. Zum Glück wird die Summe nicht auf einmal fällig sondern läppert sich über das Jahr gesehen zusammen. „Verbrauchsmaterial“ wie zum Beispiel isotonische Getränke und Energieriegel sind dabei nicht berücksichtigt. Wer nur alle Jubeljahre eine Runde um den Block drehen möchte, kann sicherlich auf vorhandene Schuhe, Shirts etc. zurückgreifen. Wer jedoch ernsthaft Laufsport betreiben möchte kommt um diese Ausgaben nicht herum. |